Allgemeine Geschäftsbedingungen

Allgemeine Geschäftsbedingungen („AGB“) 
für Interessenten 

Verbraucherinformation gemäß Verordnung (EU) Nr. 524/2013:Im Rahmen der Verordnung über die Streitbeilegung verbraucherrechtlicher Streitigkeiten steht Ihnen als Verbraucher unter https://ec.europa.eu/consumers/odr/ eine Online Streitbeilegungsplattform der EU-Kommission zur Verfügung.

Verbraucheranfragen an die Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA):Bei Anfragen und Beschwerden iZm der Inanspruchnahme von Kontoinformationsdiensten von FINcredible haben Sie die Möglichkeit, sich an die FMA zu wenden: https://www.fma.gv.at/beschwerden-ueber-beaufsichtigte-unternehmen-einbringen/. Bitte beachten Sie, dass Sie bei Anfragen und Beschwerden zuerst FINcredible kontaktieren sollten, bevor Sie sich an die FMA wenden: https://www.fincredible.io/kontakt/.

1. Allgemeines

1.1. Die FINcredible GmbH ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in Wien, Österreich, und ist im Firmenbuch des Handelsgerichts Wien zu FN 481488x eingetragen (nachfolgend „FINcredible“). FINcredible betreibt unter fincredible.io ( nachfolgend das „FINcredible-Portal“) eine Plattform, um Interessenten eines Produktes bzw. einer Leistung (nachfolgend der „Interessent“, der Interessent und FINcredible nachfolgend gemeinsam die „Vertragsparteien“) jeweils im Auftrag von Verkäufern / Anbietern von Produkten oder Leistungen (nachfolgend der „Auftraggeber“) eine automatisierte Bewertung der wirtschaftlichen Lage des Interessenten und/oder der Erhebung von Informationen zur Geschäftsabwicklung mit dem Interessenten (nachfolgend der „FINcredible-Check“ und ähnliche Produkte sowie deren mögliche Bestandteile: die „Bonitätsprüfung“ und die „Erhebung von Informationen zur Geschäftsabwicklung“) durchführen zu lassen. Bei Inanspruchnahme eines Zahlungsdienstes iSd § 4 Z 3 ZaDiG 2018 / Art 4 Z 3 PSD2 tritt der Interessent zudem als Zahlungsdienstnutzer iSd § 4 Z 10 ZaDiG 2018 / Art 4 Z 10 PSD2 auf. Die Auswahl der Komponenten und die Ausgestaltung des FINcredible-Check (z.B., ob lediglich Informationen zur Geschäftsabwicklung erhoben werden und/oder auch eine Bonitätsprüfung durchgeführt werden soll) sowie der Umfang der erbrachten Leistungen und bereitgestellten Informationen (z.B. Art der erhobenen Daten oder Inhalte der Analysen bzw. Bonitätsprüfung) erfolgen nach Vorgabe des Auftraggebers gemäß dem Geschäftszweck.

1.2. Diese AGB gelten für alle Geschäftsbeziehungen zwischen FINcredible und dem Interessenten, der einen FINcredible-Check unter Einsatz des FINcredible-Portals in Anspruch nimmt, jeweils in der zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses gültigen Fassung.

1.3. FINcredible weist abweichende allgemeine Geschäftsbedingungen des Interessenten ausdrücklich zurück. Abweichende oder ergänzende AGB des Interessenten werden nicht Vertragsbestandteil, auch wenn ihnen nicht ausdrücklich widersprochen wurde. Abweichungen von diesen AGB, ergänzende Vereinbarungen oder allfällige entgegenstehende AGB des Interessenten sind nur zu berücksichtigen, wenn deren Anwendbarkeit von FINcredible für die jeweilige Geschäftsbeziehung schriftlich bestätigt wurden.

1.4. Informationen zum Schutz der persönlichen Daten des Auftraggebers und des Interessenten sind in den jeweiligen Datenschutzerklärungen auf der Website von FINcredible abrufbar (Datenschutzerklärung für Auftraggeber; Datenschutzerklärung für Interessenten).

2. Vertragsabschluss

2.1. Der Interessent erhält von FINcredible im Auftrag des Auftraggebers mittels einer Nachricht (z.B. per E-Mail) eine Einladung zur Durchführung eines FINcredible-Check. Alternativ dazu hat der Interessent die Möglichkeit, den FINcredible-Check auch selbstständig über einen Link auf einer von Dritten betriebenen Plattform zu starten.

2.2. Der Vertrag zwischen FINcredible und dem Interessenten kommt erst wirksam zustande, wenn der Interessent seine Stammdaten und Kontoinformationen eingegeben, das angegebene Entgelt geleistet und den Button „Starten“ (bzw. den Button mit einer sinngemäßen Bezeichnung) angeklickt hat, sofern nicht der Auftraggeber das Entgelt geleistet hat.

2.3. Allfällige Angebote von FINcredible auf Vertragsabschluss sind freibleibend und unverbindlich und stellen lediglich eine Aufforderung zur Abgabe einer Bestellung durch den Interessenten dar.

3. Geltungsbereich und Leistungsbeschreibung

3.1. Diese AGB gelten für die Nutzung des FINcredible-Check durch den Interessenten im Auftrag des Auftraggebers unter Einsatz des FINcredible-Portals. Die Beschreibung der Funktionsweise des FINcredible-Check in Abschnitt 3. dieser AGB hat lediglich informativen Charakter.

3.2. Der Interessent erhält im Auftrag des Auftraggebers eine Einladung zur Durchführung eines FINcredible-Check per Nachricht (z.B. E-Mail) oder über die Website bzw. Software des Auftraggebers. Sofern der FINcredible-Check für den Interessenten entgeltlich ist, kann dieser nur dann durchgeführt werden, wenn der Interessent dieses Entgelt entrichtet.

3.3. Der Interessent kann frei darüber entscheiden, ob der FINcredible-Check durchgeführt und das Ergebnis des FINcredible-Check an den Auftraggeber weitergeleitet werden sollen. Die Einwilligung zur Durchführung (z.B. Bonitätsprüfung) und Weiterleitung sowie möglicherweise weitere Einwilligungen zur Geschäftsabwicklung mit dem Auftraggeber (z.B. Erteilung eines SEPA-Lastschriftmandats) werden vom Interessenten am Beginn des FINcredible-Check und vor Freigabe des Zahlungskontos eingeholt.

3.4. Es ist dem Auftraggeber nicht gestattet, mittelbaren oder unmittelbaren Druck auf den Interessenten dahingehend auszuüben, die Einwilligung zur Verarbeitung seiner personenbezogenen Daten zum Zweck der Durchführung eines FINcredible-ChecksFINcredible-Check zu geben. Der Auftraggeber ist verpflichtet, alternative gleichwertige Möglichkeiten zur Durchführung einer Bewertung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Interessenten anzubieten, sodass der Interessent die freie Wahl hat, für welche der Möglichkeiten zur Überprüfung seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit er sich entscheidet.

3.5. Die für die Durchführung des FINcredible-Check erforderlichen Daten werden nach dem Geschäftszweck und den Vorgaben des Auftraggebers bestimmt (z.B. E-Mail-Adresse, Stammdaten, Kontoinformationen, eigene Angaben über die Finanzsituation).

3.6. Die Informationen, die im Rahmen des FINcredible-Check erhoben werden, können auf unterschiedliche Art erhoben werden: Als Eigenangaben des Interessenten (z.B. Angabe einer E-Mail-Adresse, Stammdaten oder Angaben zur Vertrags-/Finanzsituation) oder durch die Erhebung von Kontodaten (z.B. Kontoinhaber, Bank- oder Zahlungsverbindung) gemäß Punkt 3.7. bzw. durch Analyse und Kategorisierung von Kontotransaktionsdaten (z.B. Vertragsdatenpunkte, Bonitätsinformationen) gemäß Punkt 3.9.

3.7. Im Rahmen des FINcredible-Check kann FINcredible Kontodaten (Allgemeine Informationen über das Konto, z.B. Kontoinhaber, Bankverbindung und Kontotransaktionsdaten, zusammen „Kontodaten“) des Interessenten mittels Anbindung an das vom Interessenten bekanntgegebene Zahlungskonto erheben. FINcredible kann für die Kontoanbindung entweder selbst als Kontoinformationsdienstleister iSd § 4 Z 19 ZaDiG 2018 / Art 4 Z 19 PSD2 tätig werden oder Dienste eines anderen Kontoinformationsdienstleisters nutzen. Es können auch beide Anbindungen kombiniert angewandt werden. Die Auswahl der konkreten Anbindung liegt im Ermessen von FINcredible unter Berücksichtigung der Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit der Kontoanbindung. Falls andere Kontoinformationsdienstleister verwendet werden, können auch die in deren Datenbanken gespeicherten Wirtschaftsinformationen genutzt werden. Zudem werden den Analysen eigene Angaben des Interessenten zugrunde gelegt, die der Interessent im Rahmen des FINcredible-Check eigenständig ergänzen kann. Informationen dazu, wie Ihre Daten verarbeitet werden, und zur Verarbeitung Ihrer Daten durch andere Dienstleister („Dritte“) finden Sie in unserer Datenschutzerklärung für Interessenten.

3.8. Im Rahmen des FINcredible-Check kann durch FINcredible eine automatisierte Analyse und Kategorisierung der Kontotransaktionsdaten (Name des Empfängers und Auftraggebers der Buchung, IBAN des Empfängers und des Auftraggebers der Buchung, Buchungstext, Transaktionsdatum und Transaktionsbetrag) auf Basis von statistischen Verfahren / Mustererkennung (z.B. Beträge oder Regelmäßigkeiten von Zahlungen) und Textanalyse anhand der Verwendungszwecke oder Empfängernamen (z.B. „Einkommen“ oder „Tankstelle“) erfolgen. Sofern FINcredible vom Auftraggeber nicht mit der Durchführung einer Bonitätsprüfung beauftragt wird, wird bei der Analyse und Kategorisierung keine Bewertung persönlicher Aspekte des Interessenten im Sinne eines „Profiling“ (Art 4 Z 4 DSGVO) durchgeführt.

3.9. Sofern im Rahmen des FINcredible-Check eine Bonitätsprüfung durchgeführt werden soll, erfolgt diese im Auftrag des Auftraggebers auf Basis von Informationen zur Beurteilung der wirtschaftlichen Lage eines Interessenten (die „Bonitätsinformationen“) zur Vergabe bzw. zum Verkauf eines Produktes oder der Erbringung einer Leistung. Bei der Durchführung der Bonitätsprüfung handelt es sich um eine Bewertung persönlicher Aspekte des Interessenten im Sinne eines „Profiling” (Art 4 Z 4 DSGVO). Die Bonitätsinformationen werden von den Auftraggebern als Inhalt der Bonitätsprüfung bestimmt.  Aus den berechneten Bonitätsinformationen werden die Ergebnisse der Bonitätsprüfung (Stammdaten, Angaben des Interessenten über die Finanzsituation) und die Erfüllung von vorgegebenen Bonitätskriterien (Ja/Nein Aussagen, ob die errechneten Bonitätsinformationen den vom Auftraggeber vorgegebenen Bonitätskriterien oder den eigenen Angaben über die Finanzsituation des Interessenten entsprechen), Bonitätskennzahlen (z.B. Einnahmen oder Ausgaben nach festgelegten Kategorien oder bestimmte Verhältnisse zwischen Ausgaben nach festgelegten Kategorien) sowie die Gesamtempfehlung (z.B. Wert in Punkten oder Einteilung in Kategorien) für eine Beurteilung durch den Auftraggeber abgeleitet. Die Gesamtempfehlung (Score-Modell, z.B. Wert in Punkten oder Einteilung in Kategorien) gibt eine Einschätzung der Wahrscheinlichkeit einer Zahlungsauffälligkeit an, indem der Interessent einer Personengruppe mit aktuellen oder in der Vergangenheit vergleichbaren Bonitätsinformationen statistisch zugeordnet und gegenüber anderen Interessenten gereiht wird.

3.10. Für die Durchführung des FINcredible-Check, einschließlich gegebenenfalls der Bonitätsprüfung, setzt FINcredible geeignete mathematisch-statistische Verfahren ein und ergreift technische sowie organisatorische Maßnahmen, um das Risiko von Fehlern bei der Durchführung zu minimieren. Die Berechnungslogik des FINcredible-Check, einschließlich der Bewertung von Bonitätsinformationen, unterliegt dem Geschäftsgeheimnis von FINcredible, ist aber gegenüber Aufsichtsbehörden im Rahmen rechtlicher Erfordernisse nachweisbar. Trotz dieser sorgfältigen Verfahren trifft FINcredible im Rahmen des FINcredible-Check lediglich Wahrscheinlichkeitsaussagen über einen möglichen Zahlungsausfall und/oder beurteilt, ob bestimmte vom Auftraggeber gewählte Kriterien oder Grenzwerte, wie z.B. ein Mindesteinkommen, erfüllt sind. Dabei stellt FINcredible die Finanzsituation der Interessenten in den ausgewählten Kategorien und Kennzahlen (z.B. Einkommen und Ausgaben) dar. FINcredible trifft jedoch keine konkreten Vorhersagen über tatsächliche Zahlungsausfälle.

3.11. Das Ergebnis des FINcredible-Check wird dem Interessenten direkt über das FINcredible-Portal, in einer vom Auftraggeber und dem Interessenten verwendeten Plattform oder anderen Software oder per Benachrichtigung durch den Auftraggeber (z.B. per E-Mail) angezeigt. Der Interessent erhält die Möglichkeit, entweder direkt einen schriftlichen Kommentar zur Anmerkung für die Weiterleitung an den Auftraggeber zu übermitteln oder er kann selbst in Kontakt mit dem Auftraggeber treten, um das Ergebnis des FINcredible-Check zu kommentieren. Der Auftraggeber nimmt diese Kommentare zur Kenntnis und stellt dem Interessenten eine Kontaktmöglichkeit zur Verfügung.

3.12. Das Ergebnis des FINcredible-Check wird dem Auftraggeber bloß nach entsprechender Einwilligung des Interessenten zur Übermittlung des Ergebnisses an den Auftraggeber übermittelt. Das Ergebnis wird dem Auftraggeber nach der Weiterleitung über das FINcredible-Portal (entweder direkt auf der Fincredible-Portal-Website oder per API [Programmierschnittstelle]) in einer vom Auftraggeber verwendeten Plattform oder anderen Software angezeigt und der Interessent wird darüber informiert. Gemäß den FINcredible-Datenschutzerklärungen wird dieses Ergebnis dem Auftraggeber nach einer definierten Frist nicht mehr dargestellt und zu diesem Zeitpunkt („Löschungszeitpunkt“) aus dem FINcredible-Portal entfernt.

3.13. Bei einer entsprechenden Vereinbarung mit dem Interessenten oder bei einem berechtigten wirtschaftlichen Interesse des Auftraggebers (z.B. Zahlungsverzug oder Zahlungsausfall eines Interessenten bei einer bestehenden Geschäftsbeziehung), kann der Auftraggeber FINcredible über den  Zahlungsverzug oder Zahlungsausfall eines Interessenten informieren und die diesbezüglichen Daten können dem Auftraggeber auf dessen Anfrage auch nach dem Löschungszeitpunkt, sofern dies im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen zulässig ist, von FINcredible zur Verfügung gestellt werden. Ausschließlich der Auftraggeber ist verpflichtet, diese abweichenden Regelungen oder entsprechende Vereinbarungen mit dem Interessenten oder sein berechtigtes wirtschaftliches Interesse nachweisen zu können. Der Auftraggeber ist für die angegebenen Daten alleine verantwortlich.

3.14. Aufgrund von Wartungsarbeiten, technischen Störungen / Fehlern oder sonstigen von FINcredible nicht zu vertretenden Umständen kann es sein, dass der FINcredible-Check zeitweise nicht erreichbar ist bzw. die Darstellung von Ergebnissen längere Zeit als gewöhnlich benötigt. FINcredible ist bemüht, solche Störungen schnellstmöglich zu beheben und die Dienste fortlaufend zu optimieren.

3.15. FINcredible hat keinen Einfluss darauf, ob der Interessent aufgrund des FINcredible-Check eine bestimmte Reihung als Bewerber für das angebotene Produkt bzw. die angebotene Leistung durch den Auftraggeber erhält oder ob es im weiteren Verlauf zu einem Abschluss des Vertrages zwischen dem Interessenten und Auftraggeber kommt. Derartige Entscheidungen liegen im alleinigen Ermessen und der alleinigen Verantwortung des Auftraggebers.

3.16. Im Rahmen des FINcredible-Check werden keine Zahlungen vom Zahlungskonto des Interessenten durchgeführt.

4. Rechte und Pflichten des Interessenten 

4.1. Der Interessent verpflichtet sich, seine Daten wahrheitsgetreu anzugeben. Der Interessent erhält vom Auftraggeber oder von FINcredible die Möglichkeit, Einsicht in das Ergebnis des FINcredible-Check zu nehmen. Falls es sich aus Sicht des Interessenten um ein falsches Ergebnis des FINcredible-Check handeln sollte, ist der Interessent im Sinne einer wahrheitsgetreuen Angabe seiner Daten dazu verpflichtet, FINcredible innerhalb von zwei Werktagen per Email an support@fincredible.io darüber zu informieren und den Auftraggeber des FINcredible-Check zu verständigen bzw. das Ergebnis des FINcredible-Check richtig zu stellen. Der Interessent ist für die angegebenen Daten alleine verantwortlich.

4.2. Der Interessent ist verpflichtet, seine Daten vor unberechtigtem Zugriff Dritter, missbräuchlicher Nutzung oder in betrügerischer Absicht vorgenommener Verwendung zu schützen. Der Interessent hat unverzüglich jede unberechtigte, missbräuchliche Nutzung oder in betrügerischer Absicht vorgenommene Verwendung seiner Daten sowie den Verdacht, dass seine Daten einer solchen Gefahr ausgesetzt sein könnten, per E-Mail an datenschutz@fincredible.io zu melden.

4.3. Der Interessent ist nicht berechtigt, das Ergebnis des FINcredible-Check an Dritte weiterzugeben oder in sonst einer Form Dritten zum Gebrauch zu überlassen.

4.4. Der Interessent verpflichtet sich, keine störenden Eingriffe mit technischen oder elektronischen Hilfsmitteln in den FINcredible-Check sowie die zugrundeliegende Software, insbesondere Hackingversuche, Einschleusen von Viren/Würmern/Trojaner oder sonstige Störungsversuche, zu unternehmen.

5. Rechte und Pflichten von FINcredible

5.1. FINcredible ist nach freiem Ermessen berechtigt, die Leistungen selbst auszuführen oder sich bei der Erbringung von vertragsgegenständlichen Leistungen sachkundiger Dritter als Erfüllungsgehilfen zu bedienen.

5.2. Auf Grundlage der entsprechenden ausdrücklichen Einwilligung des Interessenten ist FINcredible berechtigt, mit den Kontoinformationen des Interessenten auf das vom Interessenten angegebene Zahlungskonto zuzugreifen, um den FINcredible-Check durchführen zu können.

5.3. FINcredible behält sich das Recht vor, dem Auftraggeber oder dem Interessenten kein Ergebnis des FINcredible-Check zu übermitteln oder um zusätzliche Auskünfte / einen Kommentar zu ersuchen, wenn aufgrund nicht eindeutiger, unrichtiger oder unvollständiger Daten, insbesondere Kontotransaktionsdaten, oder aufgrund von Schwierigkeiten bei der Analyse, insbesondere der Kontotransaktionsdaten, eine ordnungsgemäße Durchführung des FINcredible-Check nicht möglich ist oder Bedenken hinsichtlich der Durchführung bestehen. FINcredible wird den Auftraggeber und den Interessenten hierüber informieren.

5.4. FINcredible behält sich das Recht vor, keinen FINcredible-Check durchzuführen, wenn ein Abruf der Kontotransaktionsdaten aufgrund technischer Störungen / Fehler nicht möglich ist oder vom Interessenten kein geeignetes Konto für den FINcredible-Check angegeben wurde. FINcredible wird den Auftraggeber und den Interessenten hierüber informieren.

5.5. FINcredible legt höchsten Wert auf den Schutz der Daten des Interessenten und wird diese durch den Einsatz von dem aktuellen Stand der Technik entsprechenden Schutzmechanismen vor unberechtigtem Zugriff Dritter, missbräuchlicher Nutzung oder in betrügerischer Absicht vorgenommenen Verwendungen schützen.

5.6. FINcredible ist nicht verpflichtet, die vom Interessenten angegebenen Daten auf ihre Richtigkeit, Schlüssigkeit oder Vollständigkeit zu überprüfen. FINcredible ist auch nicht verpflichtet zu überprüfen, ob neben dem vom Interessenten angeführten Zahlungskonto noch andere Zahlungskonten für den FINcredible-Check relevant sein können. Insbesondere ist FINcredible nicht verpflichtet zu überprüfen, ob das vom Interessenten bekannt gegebene Zahlungskonto dem Interessenten zuzurechnen ist.

5.7. Des Weiteren ist FINcredible nicht verpflichtet, die vom Auftraggeber angegebenen Informationen über ein angebotenes Produkt oder eine angebotene Leistung zu überprüfen. Für Inhalt und Richtigkeit der Informationen zu einem angebotenen Produkt oder einer Leistung ist ausschließlich der Auftraggeber verantwortlich. 

6. Entgelt und Zahlungsbedingungen

6.1. Sofern nicht anders angegeben, ist der FINcredible-Check für den Interessenten unentgeltlich. Sofern vom Interessenten für den FINcredible-Check ein Entgelt zu leisten ist, wird dieses einmalig pro FINcredible-Check fällig. Das zu leistende Entgelt ermittelt sich nach den in der Einladung zum FINcredible-Check dargestellten Informationen, aktuellen Preislisten sowie den in Prospekten und Geschäftsbriefen dargestellten Konditionen und Leistungen und gegebenenfalls weiteren Angaben. Der Interessent wird vor der Zahlung über das zu leistenden Entgelt inklusive aller Steuern und Gebühren informiert.

6.2. FINcredible behält sich das Recht vor, abweichende Entgelte, Gebühren und sonstige Konditionen für zukünftige FINcredible-Checks oder an ausgewählte Neukunden oder Bestandskunden zu verrechnen oder vertraglich vorzusehen, ohne dass daraus möglicherweise resultierende Vorteile an den Interessenten weitergegeben werden müssen (z.B. durch eine Anpassung der Entgelte für zukünftige FINcredible-Checks des Interessenten, das Verschenken von Gratis-FINcredible-Checks im Zuge einer Werbekampagne oder durch von den AGB abweichende Verträge mit bestimmten Kunden).

6.3. Das Entgelt wird unmittelbar vor Durchführung des FINcredible-Check fällig und die vollständige Zahlung ist Voraussetzung für die Erbringung des FINcredible-Check durch FINcredible, sofern der FINcredible-Check für den Interessenten nicht unentgeltlich durchgeführt wird.

7. Gewährleistung und Haftung

7.1. Sofern FINcredible die Leistungen gegenüber dem Interessenten unentgeltlich erbringt, bestehen keine Gewährleistungsansprüche des Interessenten.

7.2. FINcredible leistet ausschließlich dafür Gewähr, dass der FINcredible-Check gemäß den Bestimmungen dieser AGB durchgeführt wird.

7.3. FINcredible stellt das FINcredible-Portal grundsätzlich rund um die Uhr zur Nutzung zur Verfügung. Es kann jedoch unter anderem im Rahmen von Wartungsarbeiten, Weiterentwicklungen oder anderweitigen (technischen) Störungen zu vorübergehenden Unterbrechungen oder Beeinträchtigungen des FINcredible-Portals kommen. FINcredible übernimmt daher keine Gewähr, dass das FINcredible-Portal ständig, vollständig und fehlerfrei verfügbar ist. FINcredible haftet auch nicht für etwaige dem Interessenten daraus entstandene Schäden, wie etwa aufgrund verspäteter Übertragung von Daten, sofern FINcredible kein grobes Verschulden (grobe Fahrlässigkeit und Vorsatz) trifft.

7.4. FINcredible haftet, gleich aus welchem Rechtsgrund, nur, wenn ein Schaden durch FINcredible vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht wurde. Die Haftung von FINcredible für leichte Fahrlässigkeit ist – ausgenommen für Personenschäden sowie für Schäden, die aus der Verletzung einer der in Abschnitt 3. dieser AGB genannten Hauptleistungspflichten resultieren – ausgeschlossen.

7.5. Die Auswahl der Bonitätsinformationen zur Vergabe/ zum Verkauf eines Produktes oder der Erbringung einer Leistung (z.B. Höhe des Einkommens in Relation zur Höhe des Entgelts) erfolgt ausschließlich durch den Auftraggeber. Die Beurteilung der Erfüllung dieser Kriterien erfolgt ausschließlich auf Basis von aktuell verfügbaren Kontotransaktionsdaten sowie eigenen Angaben des Interessenten und lässt keine Prognose über zukünftige Entwicklungen zu. FINcredible haftet nicht dafür, dass die vom Auftraggeber ausgewählten Bonitätsinformationen die Bonität des Interessenten korrekt widerspiegeln und/oder dazu geeignet sind, die tatsächliche Ausfallswahrscheinlichkeit eines Interessenten abzubilden.

7.6. Klarstellend wird festgehalten, dass die Entscheidung über die Vergabe / den Verkauf eines Produktes bzw. die Erbringung einer Leistung dem Auftraggeber obliegt und FINcredible für dem Interessenten aus einer solchen Entscheidung entstehende Schäden keine Haftung übernimmt.

7.7. Die vom Interessenten angegebenen Daten und insbesondere die freigegebenen Daten eines Zahlungskontos des Interessenten werden von FINcredible ausschließlich für die Zwecke der Verarbeitung gemäß den AGB, Datenschutzerklärungen und Einwilligungserklärungen herangezogen. Die vom Interessenten angegebenen Daten werden nicht auf Richtigkeit, Vollständigkeit und Schlüssigkeit geprüft und FINcredible übernimmt keinerlei Haftung für daraus entstehende Schäden, sofern FINcredible kein grobes Verschulden (grobe Fahrlässigkeit und Vorsatz) trifft. Es wird ebenso nicht überprüft, ob neben dem vom Interessenten angeführten Zahlungskonto noch andere Zahlungskonten für die Verarbeitung relevant sein können. Eine Haftung von FINcredible für dem Interessenten aus einem solchen Umstand entstandene Schäden ist daher ausgeschlossen.

7.8. FINcredible übernimmt keinerlei Gewähr oder Haftung für die Verfügbarkeit, die Richtigkeit, die Vollständigkeit, die Schlüssigkeit und die Aktualität der abgefragten Kontoinformationen und der von einem anderen Kontoinformationsdienstleister im Sinne des Punkt 3.7. dieser AGB zur Verfügung gestellten Wirtschaftsinformationen.

8. Rücktrittsrechte

8.1. Sofern der Interessent Verbraucher iSd § 1 Abs 1 Z 2 KSchG ist, sind auf Verträge, die im Wege des Fernabsatzes oder außerhalb der Geschäftsräume von FINcredible geschlossen wurden (Fern- oder Auswärtsgeschäfte, § 1 FAGG), die entsprechenden Bestimmungen des FAGG anzuwenden. Der Verbraucher kann von einem im Fernabsatz geschlossenen Vertrag binnen der gesetzlichen Frist von 14 Tagen ohne Nennung von Gründen zurücktreten.

8.2. Die Rücktrittsfrist beginnt bei Dienstleistungsverträgen mit dem Tag des Vertragsabschlusses, sofern die Leistung von FINcredible noch nicht vollständig erbracht wurde.

8.3. Die Erklärung des Rücktritts von einem Fern- oder Auswärtsgeschäft ist an keine bestimmte Form gebunden. Der Verbraucher kann dafür das Muster-Widerrufsformular gemäß Anhang I Teil B FAGG verwenden. Für eine eindeutige Zuordnung sollte die Rücktrittserklärung des Verbrauchers zudem die bei FINcredible GmbH bekannt gegebene E-Mail-Adresse enthalten.  

8.4. Rücktrittserklärungen sind grundsätzlich per Email an contact@fincredible.io oder per Post an: FINcredible GmbH, zH Geschäftsführung, Wagenseilgasse 7, A-1120 Wien, Österreich, zu richten.

8.5. Tritt ein Verbraucher von einem Fern- oder Auswärtsgeschäft zurück, wird FINcredible alle vom Verbraucher geleisteten Zahlungen unverzüglich, jedoch spätestens 14 Tage ab Zugang der Rücktrittserklärung erstatten. FINcredible wird für die Rückzahlung dasselbe Zahlungsmittel verwenden, dessen sich der Verbraucher für die Abwicklung seiner Zahlung bedient hat; die Verwendung eines anderen Zahlungsmittels ist zulässig, wenn es mit dem Verbraucher so vereinbart wurde und diesem dadurch keine zusätzlichen Kosten entstehen.

9. Anwendbares Recht und Gerichtsstand 

9.1. Es gilt ausschließlich österreichisches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts sowie der Verweisungsnormen des internationalen Privatrechts. Ist der Interessent Verbraucher, so führt die Rechtswahl nicht dazu, dass dem Interessenten der Schutz, der ihm durch zwingende Bestimmungen des Rechts des Staates seines gewöhnlichen Aufenthalt gewährt wird, entzogen wird.

9.2. Bei der Durchführung des FINcredible-Check auf einer von Dritten betriebenen Plattform sind die dort geltenden Nutzungsbestimmungen und AGB zu beachten.

9.3. Für sämtliche Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesen AGB bzw. sämtlichen Rechtsbeziehungen zwischen FINcredible und dem Interessenten gelten die gesetzlichen Gerichtsstände.

10. Schlussbestimmungen

10.1. Änderungen, Ergänzungen und Nebenabreden zu diesen AGB bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform. Dies gilt auch für die Vereinbarung, von diesem Formerfordernis abzugehen.

10.2. Im Fall von Widersprüchen zwischen diesen AGB und abweichenden schriftlichen Vereinbarungen zwischen den Vertragsparteien gehen die Bestimmungen der abweichenden Vereinbarungen vor.